Archiv für den Monat: September 2013

Meine erste Woche auf Hawaii

Mittlerweile bin ich schon über eine Woche auf Big Island und habe mich schon ganz gut an das Wetter und die Zeitumstellung gewöhnt. In dieser ersten Woche ging es mir zunächst darum, ein Gefühl für die hier herrschenden Bedingungen zu entwickeln und die Ironmanstrecke kennenzulernen. Auf meiner ersten längeren Radausfahrt, habe ich 3 Dinge gelernt: 1. Man kann gar nicht genug trinken (trotz 5 Litern in 5 h musste ich kein einziges mal auf Toilette). 2. Die Einöde der Strecke muss man einfach hinnehmen und nicht bewerten. 3. Auch wenn der Wind einem auf dem gesamten Weg Richtung Hawi entgegenbläst, heisst das nicht automatisch, dass man auf dem Rückweg Rückenwind hat (bei mir hat der Wind leider unfairerweise gedreht).RadstRadstreFotoradstr

Neben dem Training hatte ich in dieser Woche aber auch noch viele andere schöne Momente, wie z.B. faul am Strand liegen, mit einer Tasse Kona Kaffe im Cafe sitzen und auf das Meer schauen, traumhafte Sonnenuntergänge bewundern oder mit dem bereits angereisten Team von Hannes Hawaii Tours einen netten Abend verbringen. Ein besonderes Highlight war eine Delphintour, bei der wir mit einem Boot rausgefahren und im offenen Meer mit Delphinen geschwommen sind. Es war total faszinierend, dass die Delphine gar keine Scheu zeigten und ich wirklich inmitten eines Rudels, dicht an dicht mit ihnen schwimmen konnte.

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Meine ersten Tage auf Hawaii

Nun bin ich wirklich hier auf der Insel der Triathlonträume. Ich kann es selbst noch gar nicht glauben. Als ich vor zwei Tagen aus dem klimatisierten Flieger in Kona ausstieg, schlug mir direkt diese feuchte Wärme entgegen. Obwohl es schon neun Uhr abends war, war es noch unglaublich schwül.

Ich habe hier über eine Zimmerbörse im Internet ein Zimmer bei einer Familie gemietet. Das ist sehr nett, denn so bekomme ich auch mal einen Einblick, in das ganz normale Leben der Hawaiianer. Es geht hier sehr locker und ungezwungen zu, sodass ich mich von Anfang an wohl fühlte.

An meinen ersten Tagen auf der Insel musste ich mich erst einmal an das Klima gewöhnen und mit meinem Jetlag klar kommen. Durch die 12 Stunden Zeitverschiebung ist es für mich hier am Tag gefühlt Nacht. Tagsüber bin ich aber stark geblieben und habe dem Impuls mich ins Bett zu legen und zu schlafen widerstanden. Statt dessen habe ich mich mit ein bisschen Sport und Erkundung der Umgebung wach gehalten.

Strand Peer Pier2

Ich bin z.B. zum Schwimmstart und zum Strand gefahren, habe ein bisschen im Parzifik geplanscht und bin in das Schwimmbad, das Kona Aquatic Center gefahren, um dort ein paar Bahnen zu ziehen.Aquatic

Gestern habe ich meine erste kleine Radtour entlang der Ironmanstrecke gemacht. Das rollte noch ganz gut…

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…jedoch hat mir der anschließende kleine Lauf die Härte des bevorstehenden Rennens aufgezeigt. Ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so geschwitzt. Nach 20 min kam ich mit einem hochroten Kopf wieder bei meiner Unterkunft an und musste den Rest desTages erst einmal die Beine hochlegen und relaxen.

.Chilli

Aber den Klopper habe ich mir heute geleistet. Ich ärger mich richtig über mich selbst…Es begab sich wie folgt: Ich wollte eine kleine Schimmeinheit im Meer absolvieren und stellte leider fest, dass das Mountainbike, was ich hier benutzen darf um von A nach B zu kommen, nicht da war. Da es zu Fuß zum Pier zu weit ist, beschloss ich, einfach die nächstgelegene Einstriegsstelle ins Meer zu nutzen. Das gestaltete sich aufgrund der vielen Felsen nicht sehr leicht, aber schließlich fand ich eine geeignete Stelle. Hier machte ich meine erste Begegnung mit einer Riesenschildkröte, die ich für einen Stein hielt und fröhlich auf ihren Panzer stieg. Sie hat es mir aber verziehen :-) Als ich dann endlich schwimmen konnte, war ich total begeistert von den vielen bunten Fischschwärme, die meinen Weg kreuzten. Plötzlich bemerkte ich jedoch, dass die Wellen immer höher wurden, was die Surfer um mich herum mehr freute als mich. Als ich realisierte, dass ich die Situation nicht mehr unter Kontrolle hatte und die Wellen mich mitrissen und in Richtung Felsen drückten, geriet ich in Panik und wollte so schnell wie möglich an Land, was sich sehr schwierig gestaltete. Das Ende vom Lied ist, dass ich nun eine ganze Reihe kleiner schrammen, sowie zwei Schnitte unter dem linken Fuß und eine ganze Reihe Seeigelstacheln unter dem rechten Fuß habe…SO EIN MIST. Nun sitze ich hier und lege meinen Fuß in Essig ein, wie man mir geraten hat. Das soll die Stacheln herausbefördern. Im schlimmsten Fall dauert das bis zu 2 Wochen. Ich Glückspilz…Ich hoffe, dass ich schnell wieder trainieren kann und die biestigen Stacheln herauskommen. Solange muss ich eben noch ein bisschen relaxen und schwimmen. Aber das nächste Mal, werde ich eine andere Einstiegsstelle wählen ;-)