Archiv für den Monat: Mai 2013

Ironman Lanzarote

Eines steht fest: Der Ironman war wohl das emotionalste Rennen meines Lebens und hat mir noch einmal gezeigt, welch eine große Rolle der Kopf bei einer Langdistanz spielt.

Das Schwimmen war wie bei der hohen Teilnehmerzahl und dem Schwimmkurs zu erwarten etwas unentspannt, sodass ich ein paar Minuten langsamer war als gewohnt und als 4. in meiner AK aus dem Wasser kam.

Auf dem Rad habe ich dann den starken Wind und den einsetzenden Regen ignoriert und bin einfach konstant meinen Rhythmus gefahren. So gelangte ich schließlich auf Position 2.

Der anschließende Marathon war dann eine echte mentale Herausforderung. Ich merkte zwar sehr schnell, dass meine Beine noch relativ frisch waren und ging auch schon bei km 8 in Führung, jedoch ist mir bei km 35 die Zweitplatzierte aufgelaufen, was ich durch den Wendepunktkurs erahnen konnte. In diesem Moment gingen mir die letzten 15 Monate durch den Kopf und mir war klar, dass ich dieses Rennen nicht nur für mich gewinnen wollte, sondern für meinen Mann, der im letzten Jahr den größten Kampfgeist bewiesen hat. Mir wurde bewusst, dass es so ein unglaubliches Geschenk ist, mit ihm bei diesem Rennen sein zu dürfen und ihn am Streckenrand zu sehen. das hat mir sehr viel Kraft gegeben. So lief ich einfach los, ohne mich umzudrehen. 100 Meter vor dem Ziel realisierte ich dann, dass sich mein Sporttraum erfüllen würde. Wir fahren zum Ironman Hawaii. Wir sind sehr glücklich!

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